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Geduld

Es ist eigentlich jedem klar und fällt den meisten doch so schwer: geduldig sein gehört zum Leben und erst recht zum Pferdeleben einfach dazu.

 

Je nachdem, in welchem Kontext man unterwegs ist, gilt Un-Geduld sogar als ganz schicke Schwäche, die im Grunde eine Stärke sein soll. Ich kenne das noch aus früheren Vorstellungsgesprächen, wenn man nach seinen Schwächen gefragt wurde. Da wurde Ungeduld gerne genannt und letztlich als Umsetzungswille verkauft, so nach dem Motto: „Ich will etwas bewegen und arbeite zügig. Wenn es dann nur langsam voran geht, werde ich ungeduldig (weil ich ein Leistungsträger bin).“

 

Für dein Pferd ist deine Ungeduld allerdings nie eine Stärke, sondern immer ein Verhinderer von Erfolg, ganz gleich, ob es um sportliche Erfolge geht, oder um den Erfolg eines besonders harmonischen Miteinanders.

 

Interessant wird es, wenn wir anfangen, uns damit zu befassen, was uns eigentlich ungeduldig werden lässt….. Letztlich liegt unter der Ungeduld immer eine Sorge, eine Befürchtung, ein Druck, unter dem wir selber stehen; die Angst, dass das was wir anstreben, nicht gelingen wird, weil der Erfolg noch nicht sichtbar ist. Hier fehlt der Glaube, das (Selbst-) Vertrauen, dass das gewünschte Ergebnis tatsächlich erreicht werden wird.

 

Was führt bei dir zu Ungeduld? Beobachte dich mal selbst und dann pack‘ deine Ungeduld bei ihren Wurzeln. Wodurch kannst du dein (Selbst-)Vertrauen stärken? Was kann dich im Glauben stärken? Wie kann es gelingen, den Druck aus dir raus zu nehmen, statt ihn an dein Pferd weiterzugeben?

 

 

Übrigens: Sobald du den Druck der Ungeduld rausnimmst, wird vieles sofort leichter – für dich selbst und für dein Pferd. Probier‘ es aus. Sei geduldig mit dir selbst.

Bekannt aus:

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Ulrike Neukäter

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